bright and early

hier sitze ich also. 23 jahre (jung oder alt das weiß keiner so genau), in meiner glücksbärchi leggins.

kaffee, schwarz. über mir ein vom regen dunkel gefärbter sonnenschirm. regen prasselt monoton und beruhigend auf ihn herunter. ein paar tropfen verirren sich auf den tisch unter ihm. ich wünschte, ich hätte mir eine zigarette mit raus genommen. nochmal aufstehen ist gerade keine option.

lange habe ich nichts mehr geschrieben. also nicht irgendwelche einkaufszettel, oder zusammenfassungen für die uni. lange habe ich nichts mehr geschrieben, darüber was mich beschäftigt. was um mich herum geschieht, während die zeit vorbei rast als gäbe es kein morgen mehr. dabei will ich diese wunderbaren momente doch einfach nur alle einfangen, in ein marmeladenglas stecken und den deckel so fest verschließen, dass es beginnt zu knirschen und zu quietschen. will es immer dann aufmachen und kurz daran schnuppern, wenn mal ein paar regenwolken aufziehen. momente so perfekt, dass sie mir schon fast wieder angst einjagen. dieses der endlichkeit um jeden preis entgehen wollen.

wieso kann ich manchmal nicht einfach passieren lassen?

wieso fällt es mir manchmal so schwer, dieses glück was mir widerfährt, einfach zu genießen?

da ist diese furcht davor, dass sich irgendwann wieder dieses unfassbar tiefe schwarze loch vor mir auftut und mich mit hineinzieht, ob ich will oder nicht.

aber auch das gehört wohl dazu. sich der angst zu stellen, sich nicht zu viele fragen zu stellen und dieser beschissenen angst in’s gesicht zu sehen. sie einfach müde anzulächeln und ihr zu sagen: „du kannst mir gar nichts mehr“. jeder kennt sie doch – diese gute bekannte, die vor ein paar jahren noch deine beste freundin war. die freundschaft, die dich nie ganz erfüllte und dich an deine grenzen trieb. mit der du dich jetzt noch auf einen kaffee treffen kannst, sie aber nicht mehr jeden tag um dich haben musst. die manchmal an die tür klopft, dich sich aber nicht in alten zeiten verlieren lässt. ich denke so ist das mit mir und meiner melancholie.

fuck you, fear.

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